Museumsbauernhof Wennerstorf

Apfeltag mit Knopf und Fuchsschwanz

Apfeltag im Museumsbauernhof Wennerstorf

Wenn der Kiekeberg ruft, kommen die Besucher, auch wenn es neblig-feucht ist. Und das hat durchaus einen berechtigten Grund, denn die Veranstaltungen des Freilichmuseums am Kiekeberg setzen auf die historischen Wurzeln regionaler Indentität.

Museumsbauernhof Wennerstorf

seltene Apfelsorten

Regionale Sortenvielfalt, seltene Pflanzen und Tierrassen und handwerklich produzierte Produkte sind das Markenzeichen der Aktionstage.

Ganz im Zeichen des Apfels stand dieses Jahr der Apfeltag im Museumsbauernhof Wennerstorf, einer Außenstelle des Freilichtmuseums.

Alte Apfelsorten

Während der fast vom Aussterben bedrohte “Finkenwerder Herbstprinz” inzwischen sein Revival auf Hamburger Märkten erlebt und es in die “Arche des Geschmacks” geschafft hat, kamen einem die Apfelnamen am Apfeltag in Wennerstorf gänzlich unbekannt vor. Da las man von Apfelsorten wie “Ruhm von Kirchwerder”, “Wohlschmecker aus Vierlanden” oder “Roter Eiserapfel” und vielen weiteren Raritäten. Sicherlich war da noch der eine oder andere Anwärter für die “Arche” dabei. Für den interessierten Besucher war der Apfelbauer und bekannte Pomologe Eckardt Brandt zur Stelle und beantwortete Fragen zum Thema Apfel.

Auch ein Blick auf den inzwischen herbstlich eingefärbten Garten lohnte. Entdeckten wir dort doch den Garten-Fuchsschwanz, dessen hirseartigen Samen zur Pflanzenfamilie Amaranth gehören und mit dem Trend zum Veganen den Weg in unsere Küchen zurückgefunden haben.

Handwerkliche Erzeugnisse

Veranstaltungen mit ländlichem Flair leben natürlich von den Ausstellern, die ihre handwerklich hergestellten Erzeugnisse feilbieten oder deren Herstellung vor Ort demonstrieren. Am Amboss stand der Kunstschmied-Meister Lars Dittmer und zeigte, wie Metallhaken nach alter Tradition produziert werden. Faszniert hat uns besonders Ute

Museumsbauernhof Wennerstorf

Majue’s Knöpfe, einzeln bezogen

Tiedemanns unerschöpflicher Fundus an indviduell mit Stoffen bezogenen Knöpfen.
Nicht gerade gemütlich war es sicherlich für die spinnenden Frauen, die jedoch trotz der nasskalten Luft in ihrer “Spinnstube” unter der Zeltplane gute Laune verbreiteten und ihre Spinnräder surren ließen.

Arbeit rund um das Museum

Die 400 Jahre alte Hofanlage, eine kleine Ausstellung zum bäuerlichen Dasein vor rund 100 Jahren sowie nachhaltiges Wirtschaften in der Landwirtschaft sind der Kerngedanke der Anlage im Landkreis Harburg. Dort wird integrative Behindertenarbeit geleistet. Rund zwanzig Mitarbeiter mit Behinderung haben dort ein erfüllendes Berufsfeld gefunden. Landwirtschaft und Tierhaltung stehen im Mittelpunkt. Die nach Bioland zertifizierten Erzeugnisse werden im Hofladen verkauft und das Hofcafé hält leckeren Kuchen bereit.

Der Eintritt ins Museum ist frei. Die Aktionstage in Wennerstorf kosten 3.- Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre habe freien Eintritt. Weitere Infos zum Museumsbauernhof Wennerstorf

Fotos & Text: Birgit Puck

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