Teufelsabbiss, Foto: Wikipedia

Blume des Jahres 2015: Teufelsabbiss

Wo hat der Teufel abgebissen? Diese Frage liegt nahe bei der Blume des Jahres 2015. Seit 1980 wählt die Loki Schmidt Stiftung jedes Jahr eine Blume. Sie steht als Symbol für schützenswerten, natürlichen Lebensraum. Raum, den wir zum Leben und Atmen brauchen. Wiesen, Täler, Feuchtgebiete, Wälder, Seen und Flüsse – all das, wo Tausende Tier- und Pflanzenarten beheimatet und nicht selten vom Aussterben bedroht sind.

Teufelsabbiss

Teufelsabbiss
Foto: Christian Fischer, Wikipedia

 Teufelsabbiss mit zauberhaften Einzelblüten

Der gewöhnliche Teufelsabbiss blüht hellblau, violett bis rosa in den Monaten von Juli bis in den Spätsommer hinein. Die attraktive Staude erreicht eine Höhe von 20 bis 100 cm. Bis zu 80 Einzelblüten stehen in kleinen, kugeligen Körbchen an einer Pflanze zusammen. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen, Falter und andere Insekten. Die Früchte des Teufelsabbisses vebreiten sich durch Wind oder vorbeistreifende Tiere.

Warum der Teufel im Spiel ist

Der Name Teufelsabbiss resultiert aus dem Erscheinungsbild des Wurzelstocks. Dieser stirbt im Herbst von unten ab und sieht somit wie „abgebissen“ aus. Nach einer Sage soll ihn der Teufel aus Zorn über die Heilkraft der Pflanze abgebissen haben. Der Teufelsabbiss kommt vor allem in den Alpen, im Schwarzwald und im Odenwald vor. Er liebt feuchte, mäßig-warme Landschaft und wächst auf einer Höhe bis zu 1.300 Metern. Im Norden ist er nur noch selten zu finden.

Weitere Informationen:
Axel Jahn, Loki Schmidt Stiftung Naturschutz Hamburg, Steintorweg 8, 20099 Hamburg,
info@loki-schmidt-stiftung.de, Tel. 040 / 24 34 43

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