Lupinen Stauden

Lupinenkaffee, Lupinenmehl – Kaffeezeit

Koffeinfrei, glutenfrei, eiweißreich, organischer Dünger für Garten und Landwirtschaft, die Lupinen sind ein Tausendsassa. Und wir haben gleich mal ausprobiert, was man aus der Lupine zur Kaffeezeit zaubern kann.

Lupinen als Nahrungsmittel

Lupinenblüte

Lupinenblüte

Lupinen, die auch als Feigbohne oder Wolfsbohne bezeichnet werden, gehören zu den Hülsenfrüchtlern. Die wilden bzw. Gartenlupinen enthalten Bitterstoffe, die giftig sind. Geeignet sind sie diese Lupinen für intensive Stickstoffanreicherung für ausgelaugte Böden.

Die Süßlupine (Blaue und Weiße Süßlupine) dagegen wurde speziell bitterstoffarm gezüchtet. Diese Lupinenbohnen bzw. Lupinensamen werden nicht nur als Tierfutter, sondern auch zu Mehl oder Kaffeebohnen weiterverarbeitet.

Lupinenkaffee trommelgeröstet

Erfahrene Röster für Lupinenkaffee sind Melanie Schmidtmeier und Rainer Langguth aus Fürth. Ihre Kaffeerösterei (Fortezza Espresso) stellt unter dem Label Heide Original dreierlei Sorten Lupinenkaffee her: “Ernte” (100 % Weiße Süßlupine), “Schöpfung” (Weiße Süßupine und Chai-Gewürz) und “Mythos” (mit 20 % Arabica-Kaffee). Die Bohnen werden schonend trommelgeröstet und stammen von Bioland Lupinen.

Kaffee aus den Bohnen der Süßlupinen

Kaffeezeit mit Süßlupinen

Lupinenkaffee wird wie herkömmlicher Kaffee zubereitet. Wir haben ihn klassisch per Hand gefiltert. Bei einem Wine-Tasting würde man von langem Abgang sprechen, genau das ist für den Kaffee zutreffend.

Optisch sieht er aus wie Kaffee, der Geruch bietet die Röstaromen von Kaffee und Nuancen von Getreide, geschmacklich haben wir ihn gehaltvoll mit getreidig-malziger, leicht herber Note empfunden.

Um bei der Weinsprache zu bleiben: fett und mit einem langen, langen Abgang! Bohnenkaffee und Lupinenkaffee sind für uns am Gaumen eindeutig zwei ganz verschiedene Geschmackserlebnisse.

Einfach mal probieren! Infos und Produkte gibt es hier: Heide Original

Kuchen mit Lupinenmehl

Pflaumenkuchen

Zwetschgenkuchen mit Mürbteig

Lupinenmehl hat viel Eiweiß, ist glutenfrei, von maisgelber Farbe und fühlt sich leicht fettig an. Wir haben es zu einem Mürbteig (30 % Lupinenmehl, Rest Weißmehl) für Zwetschgenkuchen verarbeitet. Glutenempfindliche könnten es mal mit 100 % Lupinenmehl versuchen (das Mehl ist glutenfrei), dann jedoch den Butteranteil etwas reduzieren und bei Bedarf 2-3 Esslöffel kaltes Wasser dazugeben. Ergebnis unserer Backkunst: lecker und schnell verputzt.

Rezept Zwetschgenkuchen mit Lupinenmehl

Zutaten:
100 g Lupinenmehl, 200 g Weißmehl
175 g Butter, 1 Ei, 100 g Zucker, Prise Salz, etwas Abrieb von Bio-Zitrone
Belag: 1 kg Zwetschgen, Zucker, Hagelzucker

Mehl, Butter, Zucker, Ei, Salz, Zitronenabrieb zügig zum Teig mit der Hand verkneten. 1 Stunde in Folie eingewickelt im Kühlschrank ruhen lassen. Zwetschgen entsteinen und vierteln.
Teig ausrollen (ist etwas krümelig), in mit Backpapier ausgelegte Form bringen, mit Gabel einstechen und mit

Mehl aus Lupinen

Lupinenmehl, Bio

Zwetschgen belegen, Obst je nach Säure mit zuckern, ca. 30 Minuten bei 160 Grad Umluft backen und noch heiß mit Hagelzucker bestreuen.
Dazu: Sahne mit Vanille-Zucker und Lupinenkaffee 🙂

Text: Birgit Puck
Fotos: Lupine (pixabay), Röstkaffee Fortezza Espresso GmbH, alle anderen Bilder von Birgit Puck
Produkte: Heide Original, Fortezza Espresso GmbH, Melli-Beese-Str. 19, 90768 Fürth, Tel. 0 911 – 979 265 -33